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Ehrlich und direkt würde ich sagen: Zum Glück haben wir das Jahr 2021 überstanden

Ehrlich und direkt würde ich sagen: Zum Glück haben wir das Jahr 2021 überstanden

Ehrlich und direkt würde ich sagen: Zum Glück haben wir das Jahr 2021 überstanden.

Ich glaube, ich bin nicht die Einzige, die es so sieht. Das letzte Jahr war in vielen Bereichen kein Zuckerschlecken – oder jedenfalls meistens nicht. Mich fordert es bis fast zum letzten Tag. Doch das ist nochmals eine andere Geschichte.
Ich persönlich musste die letzten 365 Tage ein paar Mal auf die Zähne beissen. Und der Spruch; «ein Schicksal kommt meistens nicht alleine» trifft doch das eine oder andere Mal auf mich oder mein Umfeld, in dem ich mich bewege, zu.
Und doch: Ich habe ein Lebensmotto: Jede Situation, so aussichtslos sie auch aussieht, birgt irgendwo eine Chance und aus diesem Grund möchte ich eine Hommage an mein persönliches 2021 machen: Danke für:

Die vielen Herausforderungen die ich meistern durfte:

  • die mich Geduld lehrten
  • die mich lehrten, dass manchmal weniger mehr ist.
  • die mir zeigten, dass Kämpfen sich lohnt
  • die mir zeigten, dass man mit Transparenz weiterkommt
  • die mir zeigten, dass man den Fokus stets auf das Positive setzen muss
  • die mir zeigten, dass die einzige Konstanz der Wandel ist.
  • die mir zeigten, dass man stets an seinem Charakter arbeiten muss.
  • die mir zeigten, dass man aus Demut zum Leben Energie schöpfen kann.
  • die mir zeigten, dass die Wahrheit in vielen Fällen subjektiv ist.
  • die mir zeigten, dass Konflikte aus Angst entstehen.
  • die mir zeigten, dass wir mit Disziplin viele Krisen überstehen können
  • die mir zeigten, dass wir nie zu stolz sein dürfen. um Kritik anzunehmen.
  • die mir zeigten, dass es immer weitergeht.
  • die mir zeigten, dass gewisse Dinge dann geschehen, wenn sie reif sind.
  • die mir zeigten, dass die Sicht auf eine Sache entscheidend ist!
  • die mir zeigten, dass es wichtig ist, den Blickwinkel bei allem von neuem zu ändern.
  • die mir zeigten, man muss immer wieder das Beste aus jeder Situation machen.
  • die zeigten, dass das Leben jetzt stattfindet und man nie weiss was kommen wird.
  • die mich lehrten, dass wir gewisse Probleme zu wichtig nehmen anstatt uns ab dem Moment freuen.

Und neben allen Herausforderungen hatte das Jahr 2021 persönlich viele schöne und unbekümmerte Stunden. Viel Schnee, Sonne, Strand, Wasser, guten Wein, gutes Essen, lachende und strahlende Kinder, lustige Momente mit Freunden.
Ich durfte neue und alte Bekanntschaften machen, die mein Herz berührten.

Wenn ich also zurückschaue. Ein wirklich herausforderndes Jahr. Aber was bleibt, ist viel Wachstum und Neues. Und genauso blicke ich nach vorne. Schöne Dinge und Humor geben uns Mut und öffnen unsere Herzen. Wachsen tun wir jedoch an unseren Aufgaben, die wir vielleicht mit offenem Herzen etwas leichter meistern können.
Aus diesem Grund; Danke 2021! Und auf ein Neues!

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TREND 2022: Fernweh – Erlebnis und Nachhaltigkeit – Entführen wir die Gäste auf kulinarische Reisen und überraschen mit Neuem

TREND 2022: Fernweh – Erlebnis und Nachhaltigkeit – Entführen wir die Gäste auf kulinarische Reisen und überraschen mit Neuem

Trend 2022

Fernweh – Erlebnis und Nachhaltigkeit – Entführen wir die Gäste auf kulinarische Reisen und überraschen mit Neuem

Die Pandemie dauert jetzt doch schon viel länger an, als dass wir es uns je vorgestellt haben. Noch im März 2020 dachten wir, dass spätestens im 2021 alles wieder beim alten sein wird.

Dass dem (leider) nicht so ist, haben wir alle in irgendeiner Form zu spüren bekommen. Dass die Pandemie sich auch in der Gastronomie bemerkbar macht, ist klar. Jedoch wird sie sich nicht rein wirtschaftlich und mit den Massnahmen bemerkbar machen. Es ist selbstverständlich, dass es in den nächsten Jahren neue oder aufgefrischte Konzepte braucht. Doch welche ist die Frage?
Was hat sich denn verändert? Ich habe mir dazu die letzten Wochen intensiv Gedanken gemacht. Um herauszufinden, was sich in der Gastrolandschaft als Trend zeigen könnte, schaue ich mir das Verhalten der Gesellschaft an. Ich überlege mir, was ihnen fehlen könnte und was für Bedürfnisse wenig oder nur schwer gestillt werden. Nach was sich die Menschen orientieren?  Oder wo die Werte unserer Gesellschaft momentan liegen? Vor 2 Jahren habe ich geschrieben, dass regionales Essen mit der Bratwurst von der Kuh Lisa vom Bauer nebenan auf der Karte den Gästen, in der globalisierten Welt, ein Gefühl von Heimat vermittelt. Dieser Trend zu Regionalität boomte. Dieser Regiotrend ist immer noch aktuell, auch in der Gastroszene. Doch hat sich nicht auch Gewisses verändert? Wie zeigt sich die Globalisierung momentan? Wir sind immer noch global unterwegs. Doch vielmehr digital wie analog. Dieser Schub der Digitalisierung hat neue Möglichkeiten eröffnet. Doch dabei geht etwas verloren, der direkte Kontakt und etwas vor Ort erleben zu können. Etwas zu berühren, zu riechen. Gerade Düfte begleiten uns sehr. Ich weiss nicht wie es Euch geht, doch ich habe meine Erinnerungen mit Düften gespeichert. Dürfte sind auch das, was mich am meisten inspiriert. Vielleicht ist es nicht bei allen gleich. Gewisse Leute brauchen viele Bilder, oder Töne. Doch bin ich mir sicher, dass uns Düfte fehlen. Wer z.B. schon mal in Singapore oder … (was kommt ihnen in den Sinn?) auf dem Markt war, weiss was ich meine. Und Düfte können wir nicht über den Stream übertragen. Wenn wir noch so schöne Bilder sehen, den Duft dazu gibt es nur vor Ort.

Also zurück zum Thema was vermisst man am Meisten? Sicher das «unbeschwert» zusammen sein. Grosse Fester ohne Schutzkonzepte. Normalität. Doch ist nicht eben auch «Fernweh» ein Thema? Die Schweizer sind ein Reisevolk. Die Neugier auf andere Kulturen ist die letzten Jahren stetig gestiegen. Die günstigen Flugpreise und die globalisierte Welt machte es zur Normalität, dass man andere Kulturen und Länder bereiste. Umso mehr man die Möglichkeit bekommen hat, kurz wegzufliegen, umso globalisierter wir wurden, umso mehr ist auch das Bedürfnis nach «Swissness» nach der Regionalität, nach Heimat aufgekommen. Mit der Pandemie ist die grosse Reisewelle gestoppt worden. Viele sind, wenn sie vereisten, in die nahen Nachbarländer gereist. Doch Drittweltländer, andere Kontinente sind nicht zuoberst auf der Liste gestanden.  Und darum behaupte ich, werden sich jetzt auch neue Chancen und Trends für die Gastronomie auftun.

Gastronomie ist lange nicht nur noch Foodsupplier. Dies hat uns die Krise definitiv gelernt. Wer auswärts isst, der erwartet mehr, als er selbst zuhause zubereiten kann. Oder er sucht nach einem speziellen Erlebnis. Wenn der Kunde Geld ausgibt um in ein Restaurant zu gehen, dann viel überlegter. Die Pandemie, gezeichnet durch Lockdowns, Schliessungen der Gastronomie haben viele Hobbyköche nochmals auf ein höheres Level gebracht oder erst ein Hobbykoch gemacht. Metzgereien, die von einem richtigen Boom berichtet haben. Gäste, die alles Mögliche ausprobierten, vom Edelfleisch bis hin zu traditionellen alten Schmorgerichten war alles gefragt. Oder Leute, die sich der Veganen Küche annahmen, einfach, weil sie Zeit hatten. So liegt es eigentlich auf der Hand, der Gastronom muss Inspirator werden. Neues zeigen, Kreationen schaffen, auf die die Hobbyköchin noch nicht selbst gekommen ist. Der Koch muss vielmehr Vorbild, Inspirator werden und sich mit seinem Können und Wissen abheben können. Dies bedeutet übrigens nicht, dass jeder Gourmetküche praktizieren oder sich mit Sternen schmücken muss. Doch was er tut, egal auf welchem «Kochniveau», sollte er richtig gut machen und damit seine Gäste inspirieren.

Zurück zum Reisen, dies birgt ein grosser Trend für das Jahr 2022 zu werden. Die Gastronomie hat die Möglichkeit, einen Teil des Fernwehs zu stillen. Wahrscheinlich waren die Gäste schon lange nicht mehr so offen für die Küche aus fremden Ländern. Für exotisches. Wenn man vor 5 Jahren vielleicht lieber das auswärtige Essen im Land selbst genossen hat, wird man heutzutage doch wieder vermehrt den Drang verspüren, eine globale Küche auszuprobieren oder sich an einem Abend bewusst auf eine Indienreise zu begeben, wenn auch nur kulinarisch. Es geht darum, authentisch zubereitete Teile oder ganze Gerichte mit der Regionalität zu kombinieren. Vielleicht braucht es gar nicht immer eine komplett Originale und ausschliessliche Küche aus einem speziellen Land. Vielleicht könnte man seiner Karte eine Note Afrika versehen. Eine Genusswoche mit afrikanischen Gewürzen. Die Fantasie oder die Ideen haben zu diesem Thema keine Grenzen.

Ebenfalls erwähnen möchte ich neben dem Trend hin zu «Globaler Küche» oder «Küche aus der Fremde» ebenfalls den Trend der veganen und vegetarischen Küche. Gerade die jüngere Generation gibt sich mit einem «Vegigericht» auf der der Karte, meist noch als «abgeänderte Fleischvariante», nicht mehr zufrieden. Den vielen zum Teil medizinisch indizierten Diäten muss Aufmerksamkeit geschenkt werden. Als Gastronom sollte man sich der Verantwortung, die man mit dem Zubereiten hat ebenso bewusst sein, wie dafür, dass man den Gästen ein Erlebnis bieten möchte. Vegetarisch und Vegan sind schon lange keine Seltenheit oder ein Randbedürfnis mehr. Es ist inmitten unserer Gesellschaft. Da gilt es als Koch die Gerichte weiter zu entwickeln. Neue Kreationen zu entwickeln. Der Trend des Körperbewusstseins und der Fitness muss sich in der Küche der Gastronomie widerspiegeln.

Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, sein Konzept zu analysieren. Nutzen wir die Zeit der äusseren Stürme für innere Fantasie. Sprengen wir die Grenzen. Um die Grenzen zu sprengen, müssen wir zwischendurch ausbrechen. Ausbrechen aus dem «Normalen».  Wir müssen uns in eine «Wertfreie» Ebene begeben. Keine Angst vor dem Scheitern zu haben. Nur so können wir unserer Kreativität freien Lauf lassen und das Bewusstsein erweitern.

Ganz zum Schluss möchte ich mit einem zeitlosen Input die Trends 2022 komplettieren. In welche Richtung man geht – was man verändert und allenfalls selber eine Art «Trend» setzt, ist wichtig für den Aufbau einer eigenen Marke.

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Über Krisen

Über Krisen

 ÜBER KRISEN, DRAMEN UND MUT 

Schon länger begleitet uns die Krise – zum Teil sind wir wirtschaftlich betroffen, dabei vielleicht dann auch persönlich. Eine Krise kann eine andere Krise mitziehen und durch eine Krise kann es zu einer nächsten kommen. Wir warten ja seit bald 1.5 Jahren auf das Ende der Corona-Krise. Vielleicht war es auch etwas illusorisch zu glauben, dass es «päng» macht und alles wieder wie früher ist. Vielleicht haben wir geglaubt, es wird schon vorbei gehen, so wie ein unschöner Traum.

Jetzt die Ernüchterung: Nein, sie ist nicht vorbei. Sie ist immer noch da. Und für manche dreht das Krisenrad immer schneller. Ich höre nicht nur von wirtschaftlichen Krisen, sondern vermehrt auch von persönlichen. Ich selbst hatte schon viele persönliche Krisen zu meistern. Meine letzte Krise hatte ich vor 2  Wochen, als ich meinen Wunsch auf den Eiger zu klettern, erfüllen wollte. Ich war mir klar, es war sehr ambitioniert, neben dem Faktor, dass ich lange nicht mehr so geklettert bin und vielleicht mich auch nicht so gut vorbereitete, war der Faktor Kopf ein grosser Stolperstein. Die letzten Wochen haben mich beruflich sehr gefordert und eigentlich wusste ich, dass ich schon am Limit meiner Kräfte bin. Doch ich wollte es versuchen. Wer nicht Neues versucht, kommt ja auch nicht weiter. So mein Leitsatz. Und so sehr ich weiss, wie wichtig manchmal Scheitern ist, umso schwerer fällt es mir jedes Mal von Neuem. Also die Geschichte ist kurz. Ich hatte Mühe mit der Höhe, konnte schlecht Atmen und obwohl ich Hochgebirge gewohnt bin, war ich von der Wucht des Gletschers und der Höhe in diesem Moment überwältigt. Was ich früher mit meinem Kopf überwinden konnte, ging am gesagten Tag nicht mehr.

Früher war es mein Kopf, der die Angst überwunden hatte, doch mein Kopf war voll, nicht frei. Zu viele Dinge, die gerade meine Verantwortung im Leben brauchen. Und so war ich da am Fels, den Bergführer sah ich nicht mehr, schaute nach unten in einen Gletscherspalt und dann ging nichts mehr. Weder den Schritt nach vorne oder zurück. Ein paar Schritte kämpfte ich noch. Mein Kopf sagte ein, zwei Mal; ist doch ganz einfach, das hast du schon 100 mal gemacht, trotzdem es ging nicht. Dann bin ich noch abgerutscht und ab diesem Moment wusste ich; Nein Fabienne, das schaffst du heute nicht, oder vielleicht heute mit viel Überwindung aber morgen kommst du keinen Meter über diesen Grat in Richtung Gipfel. Wenn ich etwas gelernt hatte war es, die Berge sind immer stärker, da etwas «durchzustieren» geht nicht. Zudem war es mir plötzlich doch weniger wichtig, als dass ich ein Drama am Berg verursachte, dann noch die Rega kommen muss, oder ich so blöd abrutsche, dass ich verletzt bin und meine Kinder und mein Umfeld unter einem Unfall und meinem Ausfall leiden. Somit gab es nur eines «Aufgeben»!
Der Rückweg bis zur Bahn war speziell. Es herrschte Lawinengefahr über dem Gletscher, da die Sonne doch recht fest einwirke. Der Bergführer nervös und ich sehr frustriert. Am liebsten wäre ich hingesessen und hätte laut rausgeschrien oder einen Heli gerufen, der mich direkt in meine Stube unter meine Decke bringt, wo ich die nächsten 48 Stunden nicht mehr aufstehen werde. Das alles ging nicht und ich wusste, das ist mein inneres Drama.
So habe ich dann anstatt diesem Drama Platz zu machen, begonnen ein Mantra zu machen – bei jedem Schritt. Und dieses Mantra war; Es ist wie es ist, akzeptiere, dass du nicht mehr 20 bist, dass Gewisses vielleicht auch nicht sein muss.

Also es ging im ersten Schritt ums Akzeptieren und Zulassen.  Ebenfalls ums Akzeptieren meiner Grenzen. Vielleicht um generelle Grenzen. Grenzen haben wir immer wieder im Leben.  Manchmal kleinere, manchmal grössere. Manchmal können wir diese Grenzen nicht mal selbst beeinflussen. Aber manchmal sind die Grenzen auch die, die wir uns selbst gemacht haben.

Zu Beginn habe ich erwähnt, dass wir alle in der Krise sind. Und wie ich am Eiger eine Krise hatte und diese meistern musste, müssen vielleicht momentan viele ihre eigenen Krisen bewältigen.

Ist Umdrehen das Richtige? In meinem Fall an diesem Tag, ja. Was es danach mit mir machte, ist jedoch das Wichtige. Da kam  dann meine kleine Krise. Übrigens war die grösste Krise in diesem Fall, den wenigen Menschen, die von meinem Vorhaben wussten davon zu berichten. Dies waren zwar alles Menschen die mir Nahe sind, und trotzdem war es für mich der schwerste Schritt. Dies war dann auch der zweite Schritt des Akzeptierens. Zulassen was war, wie ich bin, was ich kann und was ich nicht kann und dazu zu stehen.

Jetzt, Tage danach, kann ich meine Erfahrung teilen. Ich muss dabei etwas schmunzeln. Wer mich gut kennt, sagt vielleicht:» ja, sie hat wieder mal ihre Grenze ausgetestet…» Und wenn ich ehrlich bin – ja das habe ich. Sonst sehr vorsichtig, brauche ich doch ab und zu auf körperlicher Ebene meine Grenzen abzuchecken.

Aber nochmals auf die Krise zu sprechen:

Für mich gibt es eigentlich immer nur ein Rezept, wenn ich in einer Krise stecke:

  • Wut oder Frust zulassen
  • Die Situation akzeptieren: solange wir wütend sind und die Energie in unsere Wut stecken haben wir noch nicht akzeptiert.
  • Die Gegebenheiten zulassen.
  • Und dann gilt es nach vorne zu schauen.
  • Im Zulassen und Akzeptieren zeigt sich auch, was vorhanden ist und welche Ressourcen wir zur Verfügung haben. Es gilt ehrlich mit sich selbst zu sein. 
  • Und dann gilt es diese Ressourcen zu nutzen!
  • Vielleicht müssen neue Wege gesucht und bestritten werden. Diese können im ersten Moment weniger sexy erscheinen, vielleicht brauchen sie mehr Arbeit oder man muss etwas tun, von dem man das Leben lang dachte es sei nicht richtig oder man möchte diese Wege nie bestreiten.
  • Noch was: Suchen ist oft mühsam und beim Suchen geschieht vermeintlich nichts. Also anstatt zu suchen, einfach einen ersten Schritt in eine neue Richtung gehen, ob es der richtige Weg ist, zeigt sich schnell. Doch nur mit Machen wird man kreativ und es kommt Bewegung in eine Sache. 

Vielleicht merkt man dann auch plötzlich, was man eigentlich nicht mehr braucht und was wirklich wichtig ist.  Der neue Weg braucht andere Ressourcen als es der alte gebraucht hat. Doch ohne Schritte keinen Weg und ohne Weg keine neuen Ziele und Erfolgserlebnisse.

Übrigens dies kann man auf ein Unternehmen adaptieren, doch genauso gut auf einen persönlichen inneren Weg. Dort ist vielleicht das Ziel mehr Gelassenheit, mehr Zufriedenheit. Doch auch diese beiden Dinge findet man nur, wenn man sich auf den Weg dorthin begibt. Und Stolpersteine oder Stolperberge können ebenso weggeräumt, verändert oder umgangen werden.

Und zum Schluss; ich habe mein «Eigerziel» nicht aufgegeben. Werde aber nächstes Jahr mit dem Mönch beginnen;-) Nach dem Scheitern ist das wichtigste den Mut für neues nicht zu verlieren. 

Für mehr Inspiration, Leichtigkeit und Mut auf Deinem Weg.

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Gerne unterstütze und begleite ich Dich dabei. 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Wandel ist jetzt – Strukturen müssen gebildet werden, von Tag zu Tag jedoch überdenkt werden und zwischendurch losgelassen werden, damit sich neue bilden können.

Der Wandel ist jetzt – Strukturen müssen gebildet werden, von Tag zu Tag jedoch überdenkt werden und zwischendurch losgelassen werden, damit sich neue bilden können.

Der Wandel ist jetzt – Strukturen müssen gebildet werden, von Tag zu Tag jedoch überdenkt werden und zwischendurch losgelassen werden, damit sich neue bilden können.

Alle sprechen vom Wandel. Ich habe in den letzten Wochen und Monaten noch nie so oft das Wort Wandel gehört und gelesen. Speziell brisant ist das Thema in der Gastro, Event und Tourismusbranche.  Oft wandelt man sich, wenn der Druck zunimmt. Sei es der äussere oder der innere Druck. Momentan fällt mir auf, dass es der äussere Druck ist, der schliesslich auch den inneren Druck hervorruft. Und trotzdem beobachte ich nur zu oft, dass wir weiter an alten Strukturen und Mustern festhalten.

Gerade jetzt mit den erneut steigenden Fallzahlen hat man die Hoffnung vielleicht etwas verloren und es kann sich Stagnation ausbreiten. Und genau darum ist es jetzt Zeit, sich nochmals einen Ruck zu geben und einen Gang höher zu schalten im Denken. Gerade jetzt dürfen wir nicht aufgeben und stehen bleiben.

Doch was bedeutet eigentlich sich wandeln, sich bewegen, Strukturen neu bilden?

Dieses Wissen und Bewusstsein kann zusätzlichen Druck auslösen. Und zu viel Druck erreicht meistens das Gegenteil. Er kann uns blockieren. Doch meistens blockiert uns eine zu grosse Erwartung, ein zu hoch gestecktes Ziel oder der Glaube, Wandel bedeutet «alles müsse anders sein» oder «ich muss meine Werte komplett verändern». Da kommt die gute Nachricht. Nein eben gerade nicht. Es ist in einer Zeit des Wandels umso wichtiger zu wissen, wer man ist, woher man kommt, was die persönliche Mission ist. Dies könnte man als Wurzeln betiteln. Doch vielleicht könnte es Zeit werden, etwas an der «Handhabung» zu ändern, sich anders auszurichten, mal eine andere Perspektive einzunehmen, sich die neuen Gegebenheiten mit den alten Werten zu vereinen. Vielleicht das eine oder andere Kleid abzulegen und ein neues anzuziehen.

Wandel kann auch eine Veränderung von gross zu klein bedeuten. Von Quantität hin zu Qualität. Von global zu lokal. Früher fügte man alles zusammen, um zu optimieren, zu wachsen. Vielleicht gilt es, das Wort Optimum neu zu interpretieren. Vielleicht bleibt eine Struktur gleich, aber man gewichtet sie anders. Vielleicht steht das neue Optimum und nicht das alte finanzielle Ergebnis im Vordergrund. Vielleicht steht jetzt zuerst die Stärkung der Qualität im Vordergrund? Es ist wie bei einem Haus – ein neues Fundament ist die Basis für ein besseres Haus – stabil genug, falls das neue Haus noch viel höher als das alte werden soll. Vielleicht werden nicht mehr grosse Brötchen, sondern wieder kleinere, dafür hochwertigere gebacken.

Ich könnte 1000 Ideen und Änderungsvorschläge aufzählen. Für jeden gilt etwas anderes. Dann gäbe es unzählige verschiedene Wirkungsbereiche des Wandels. Es werden momentan unzählige Bücher damit gefüllt. Jeder Autor weiss vielleicht ein wenig besser, wohin die Reise führen wird, oder bricht die neuen Megatrends noch präziser herunter. Doch meistens sind wir damit übersättigt und bleiben dann doch stehen, denn die Möglichkeiten übersteigen unser Vorstellungsvermögen und erreichbare Ziele scheinen immens weit weg.

Darum ist es wichtig zu wissen, dass jeder Wandel mit einem ersten Schritt beginnt, um etwas zu bewegen. Und wenn es eine Bewegung zu «weniger» oder zu «kleiner» ist, könnte man denken, es sei ein Schritt rückwärts. Doch es wandelt sich. Somit kann ein Schritt retour manchmal gar nicht so schlecht sein und sich schon bald als zwei nach vorne entpuppen.

Für mehr Wandel oder Anstösse, Impulse oder Begleitung.

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MUTLOS KANN AUF DEN 2. BLICK DOCH AUCH MUTIG SEIN!

MUTLOS KANN AUF DEN 2. BLICK DOCH AUCH MUTIG SEIN!

 

 

MUTLOS KANN AUF DEN 2. BLICK DOCH AUCH MUTIG SEIN!

Was haben wir erwartet? Steigende Fallzahlen, viele mutierte Viren – hätte man wirklich jetzt eine komplette Öffnung erwartet? Und in 2 Monaten würden wir immer noch ums wirtschaftliche Überleben kämpfen und mit grossen Einschränkungen leben und arbeiten müssen, weil die Fallzahlen kaum mehr runterkommen, unsere Spitäler wieder überlastet sind und dann die wirtschaftlichen Auswirkungen noch dramatischer werden. Eine dritte Welle wäre dramatisch.

 

Nein, ich bin nicht nur einverstanden mit der Politik des Bundesrates. Wahrscheinlich wäre meine Meinung sogar anders, was das Thema Umgang mit Viren und Impfungen angeht. Doch die Schweiz ist diesen Weg gegangen. Zum Teil sind wir auch dem Druck der Nachbarländer ausgeliefert. Obwohl das Thema Skigebiet bewiesen hat, dass andere Wege ebenfalls möglich sind. Ich habe bei meinem letzten Post von Mut gesprochen. Ich bin immer noch der Meinung, dass es Mut und Pionierleistungen braucht. Doch es braucht auch Mut für Klarheit und Mut für Achtsamkeit. Mut im falschen Moment ist nicht zielführend. Mut kann eben manchmal auch bedeuten, dass es auf den ersten Blick mutlos aussieht und man dies anerkennen muss. Heute wäre aus meiner Sicht definitiv der falsche Moment gewesen, um einen allzu mutigen Schritt zu wagen.

 

Man musste die letzten 3 Monate auf viel verzichten. Trotzdem haben wir durchgehalten. Wäre es jetzt nicht schade, wenn man etwas riskieren und der dritten Welle in die Arme laufen würde. Somit ist die sehr vorsichtige Strategie nicht nur mutlos. Denn wenn die Nerven einer Bevölkerung blank liegen, wenn eigentlich niemand mehr mag und man weiss, dass es doch nur noch ein paar Meter braucht, dann wird es erst wirklich herausfordernd. Im letzten Moment wird doch noch über Sieg oder Niederlage entschieden. Obwohl das Ziel schon so Nahe liegt, müssen auch die letzten Meter absolviert werden. Ein Marathon ist erst im Ziel bestritten und gewonnen. Und auf jeder Strecke sind die letzten Meter die schwierigsten.

Und nun befinden wir uns auf den letzten Metern. Und in dieser Situation können wir uns fragen, was richtig ist. Manchmal kann Mut sogar bedeuten, dass man entscheidet aufzugeben. Manchmal bedeutet Mut zu akzeptieren, dass die Bedingungen hart sind, man sich durchbeissen und den eingeschlagenen Weg weitergehen muss. Umkehren kann die Niederlage bedeuten, auch wenn ein anderer Weg schneller gewesen wäre. Doch nicht mehr kurz vor dem Ziel! Und manchmal bedeutet Mut, wirklich im richtigen Augenblick Vollgas zu geben, alles auf eine Karte zu setzen. Erfolgreich sind diejenigen, die den richtigen Moment erkennen und entsprechend handeln.

Wenn auch einige andere Meinungen oder ein anderes Bewusstsein haben. Die Gesellschaft hat ebenfalls ein Bewusstsein. Dieses Bewusstsein hat die bisherige Corona-Strategie bestimmt. Es bringt nichts mehr, kurzfristig zu denken oder Mechanismen und Denkmuster zu sabotieren. Wir stecken in einem langen Prozess und ich hoffe nicht, dass die Krise noch so lange dauern wird.

Also beissen wir uns nochmals durch, machen das Beste auf den letzten Metern. Verlieren wir nicht unsere Nerven. Seien wir mutig und beginnen mit Akzeptanz, neuen Ideen und guten Vorbereitungen unsere Zukunft zu planen und uns für die Zeit zu rüsten, wenn es wieder besser wird. Und als Optimistin bin ich mir sicher: Es wird wieder besser. Sicher wird es nicht mehr sein wie vor der Krise. Doch gerade die Gastronomie ist ein Bedürfnis unserer Gesellschaft. Man will sich treffen. Man will sich verbinden und man möchte Beziehungen spüren und pflegen. Alle haben so lange darauf gewartet und darum wird man es umso mehr geniessen wollen.

Es chunnt guet.

Fabienne Ballmer

HERZLICH ODER GAR NICHT

HERZLICH ODER GAR NICHT

Herzlich oder gar nicht

Die Gastronomie existiert momentan nur in Form von Take–Away. Gewisse Betriebe betreiben das «Covid–Gastro» mit viel Erfolg. Für die Gäste ist es schon fast normal: Man bestellt, bezahlt, holt es ab und geniesst zuhause, im Garten, im Schnee, im Auto oder wo es gerade passt. Die Gastronomie wurde zum «Foodsupply» degradiert. Die einzige Interaktion die man als Gast mit dem Wirt noch hat, ist entweder übers Telefon beim Bestellen und beim Abholen. Die Gespräche sind jedoch meistens kurz und der Fokus des Gastes liegt auf dem Essen und nicht auf der Kommunikation. Das Erlebnis und die dazu gehörenden Emotionen macht sich der «Gast» selbst.

Dies ist eine Art neue Welt der Gastronomie und wird auch nicht wieder so schnell verschwinden. Denn die Qualität im Take–Away hat zugenommen, es ist möglich geworden, «Gault Millau» Essen abzuholen und zuhause in Trainerhosen zu geniessen.

Doch aufgepasst: Gastronomen werden nach der Krise umso mehr gefragt sein!

Was die Gastronomie ausmacht ist die Gastfreundschaft. Neben dem Handwerk Kochen ist die Gastfreundschaft der Kern jedes Gastrounternehmers. Wie diese umgesetzt wird, ist sehr unterschiedlich. Es gibt die klassische Gastronomie. Teller von rechts, Wein von rechts, Plattenservice von links, usw.. Dies gehört zum Handwerk jedes Servicemitarbeiters und dies korrekt ausgeführt benötigt Fingerfertigkeit und Können. Wie der Koch sein Messer in der Hand hält, so weiss ein Servicemitarbeiter wie man welchen Wein einschenkt, in welches Glas welche Spirituose kommt, welche Emotionen zu welchem Gast passend sind usw. Ich bin der Meinung, auch der Service ist ein Handwerk, welches aber oft unterschätzt wird, denn was in der Küche das Vereinen von verschiedenen Komponenten wie Lebensmittel, Gewürzen und Kocharten ist, ist im Service die Vereinigung von traditionellen Serviceregeln, Auftreten, Kommunikation und Emotionen in einer dienenden Art und Weise.

In der Küche wird mit Feuer gekocht und dieses mit dem Service zum Gast transportiert. Dieses Feuer wird jedoch grösstenteils nicht durch das Perfekte nach Lehrbuch, sondern durch die Art wie es gemacht wird – mit dem Öffnen des Herzens entfacht. Und genau nach diesem «bedient werden mit Herz» sehnt sich die Gesellschaft mehr denn je.

Durch Herzlichkeit werden Verbindungen geknüpft. Es werden Emotionen freigesetzt. Erst durch herzliche Gastfreundschaft fühlt man sich richtig aufgehoben. Die Menschen wollen das Leben wieder spüren, zusammen sein, Freude teilen, sich verwöhnen lassen, Positives erleben und Corona auch mal vergessen. Nach monatelangem «digitalen Socializing» sehnt man sich nach echten Begegnungen. Denn erst durch echte Begegnungen werden Verbindungen wirklich eingegangen und gefestigt.

Grosse Chance für die Gastronomie

Dies sind grosse Chancen für die Gastronomen. Doch aufgepasst. Gut reicht nicht mehr aus. Gutes Essen kann man überall abholen und irgendwo geniessen, dazu braucht man keine Gaststätte. Wenn man sich nach der Krise den Luxus leistet und auswärts isst, dann möchte man Schönes erleben. Man sucht die Verbindung, man sucht die positiven Emotionen. Man sucht Gastfreundschaft mehr denn je.

Somit werden insbesondere diesen Sommer freundliche, herzliche, und authentische Gastronomen den gewünschten Erfolg haben. Denn man geht dorthin, wo es ehrlich und verständlich ist.

Herzlichkeit wird gewinnen

Die Herzlichkeit wird noch viel zentraler, als dass sie es eigentlich schon war. Um zu den Gästen eine nachhaltige Verbindung aufzubauen, benötigt es ein positives Gefühl am Ort des Geschehens, damit die gute Erinnerung bleibt und im besten Fall sogar weitergetragen wird. Das Schaffen von kleinen Wohlfühloasen im Alltagstrubel bietet den berühmten Schlüssel zum Erfolg. Und diese Wohlfühloasen werden mit Gastfreundschaft der sogenannten Herzlichkeit geschaffen, denn alles andere kann digital oder in seinen eigenen vier Wänden genossen und konsumiert werden. Doch Herzlichkeit und ein Gefühl der «Willkommenheit» wird man nur als wirklicher Gastgeber transportieren können.

Fabienne Ballmer

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